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Das Johanniskraut

17. Juli 2017

Heilpflanze mit 2 Wirkungen

Mit ihren sonnengelben Blüten streckt sich das Johanniskraut rund um die Sommersonnenwende der strahlenden Sonne entgegen. Das Wildkraut blüht derzeit in vielen Gärten auf. Und trotz ihrem auffälligen Look, wissen nur wenige über die zwei bekanntesten Wirkungen des Johanniskrauts Bescheid. Welche beiden das sind? Und wie das Kraut verarbeitet wird? Alles über das Johanniskraut, inklusive Rezept, haben wir für dich kurz zusammengefasst:

Auf natürliche Art gesund werden.

Johanniskraut im Detail:

Kräuter mit gelben Blüten gibt es viele! Umso wichtiger ist es, das Johanniskraut von seinen Doppelgängern zu unterscheiden. Auf folgende Merkmale solltest du daher beim Pflücken und Verarbeiten achten:

  • Das Johanniskraut zählt 5 gelbe Blütenblätter! Werden diese zwischen den Fingern zerrieben, färben sich diese rot.
  • Der Stängel der Heilpflanze ist zweikantig!
  • Die Wildpflanze kann bis zu 90cm hoch wachsen und blüht am liebsten an sonnigen und steinigen Plätzchen.
  • Werden ihre grünen Laubblätter gegen das Licht gehalten, sind kleine Löcher zu erkennen! (Das sind kleine, transparente Öldrüsen!)

[Wirkung 1]

Johanniskraut innerlich angewandt:

Das Johanniskraut besitzt eine geheime Gabe, die nur wenige ihrer Kräuterkollegen ihr nachmachen können. Denn die Heilpflanze ist in der Lage Sonnenstrahlen einzufangen und uns so in dunklen Zeiten, wenn uns die Sonne verlässt, diese abzugeben. Diese Fähigkeit wurde sogar wissenschaftlich nachgewiesen. Weiters ergaben Studien, dass es kaum eine andere Pflanze gibt, die das Johanniskraut in ihrer Funktion als pflanzliches Antidepressivum übertrifft.

Um diese Wirkung zu entfalten, werden aus den Blüten und Blätter gerne Tees zubereitet. Wichtig ist es, den Tee als Kur über einen längeren Zeitraum einzunehmen. Nur so kann sich die stimmungsaufhellende und nervenstärkende Wirkung in uns entfalten – und uns langfristig zum Strahlen bringen! 😉

[Wirkung 2]

Johanniskraut äußerlich angewandt (Rotöl Rezept):

Neben der Anwendung als Tee werden die Blüten des Johanniskrauts zur Herstellung des sogenannten Rotöls verwendet. Dieses wirkt äußerlich, als Einreibung angewandt, entzündungshemmend, wundheilend und kommt u.a. bei Verbrennungen, Sonnenbrand, Muskelschmerzen, Hexenschuss, Verstauchungen und Rheuma zum Einsatz.

Ein Öl, das also in keiner natürlichen Hausapotheke fehlen sollte! Außerdem wird das sogenannte Rotöl in weniger als 2 Minuten gebraut.

Und so wird’s gemacht:

Johanniskraut-Blüten bei Sonnenschein sammeln. (Wichtig!)

Blüten von den Stängeln zupfen und grob zerkleinern. Ein paar Blätter können ruhig dabei sein. Diese werden ebenfalls zerkleinert.

Ein sauberes, verschließbares Glas zu zwei Drittel mit den Pflanzenteilen befüllen und vollständig mit Olivenöl aufgießen. Verschließen und gut schütteln.

An einem sonnigen und warmen Platz etwa 4 Wochen stehen lassen. Öfters schütteln. Anschließend kann das Öl abgeseiht und abgefüllt werden. Dunkel und kühl lagern. 1 Jahr haltbar.

DAS VIDEO ZUM REZEPT

Wir wünschen euch viel Freude beim Sammeln, Tee trinken und Zubereiten!

Alles Liebe,
Eure Valerie und Lima!

NATURSCHUTZ:

Viele seltene Pflanzen stehen unter Naturschutz und dürfen wildwachsend nicht gesammelt werden.
Wir bitten dich daher keine Pflanzen die unter Naturschutz stehen zu pflücken.

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