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Lima und Valerie am Kräuterfestival

21. August 2017

Irschen feiert Kräuterfestival – und wir waren dabei!

Beim Kräuterfestival im Natur- und Kräuterdorf Irschen gab es Vieles zu entdecken. Von liebevoll gefertigten Kräuterprodukten aus der Region, von Kräutergärten sowie Kräuterstadl war alles dabei, was das Kräuterfeen-Herz so begehrt. Wir naschten uns durch etliche kulinarische Köstlichkeiten, wie Wildkräuterkräcker oder Lavendelsirup, und bewunderten selbst gesiedete Kräuterseifen und duftende Badepralinen…

Auf natürliche Art gesund werden.

Rosmaries Kräutertee


Uns faszinierte, dass sich das ganze Dorf der Kräuter-Vielfalt verschrieben hat, die Kräuter einen selbstverständlichen Teil des Lebens darstellen und enorme Wertschätzung erfahren. Bei unserer Erkundungstour durch das Festival hat uns der Stand von der Kräuterexpertin und -bäuerin Rosmarie besonders beeindruckt. Wir haben sie kurzerhand um ein Interview gebeten.

In ihrem Sortiment befinden sich verschiedenste Arten von Kräutersalz, Blütensirup und bunten Teemischungen. Die Bio-Tees gibt es für alle Befindlichkeiten und Lebenslagen. Sie werden von Hand gemischt. Rosmarie weiß natürlich welche Kräuter wann eingesetzt und wie gemischt werden können. Sie gibt ihren Mischungen kreative Namen wie  „Krächza“, „Bauchizwick“ oder „Betthupferl“. Wir haben uns mit Rosmarie ganz genau über das Tee machen unterhalten. Tee ist nicht gleich Tee!

 

Deswegen haben wir ein paar Hinweise für euch zusammengestellt:

(1) Frisch gepflückt? Oder lang getrocknet?

Jeder Kräutertee kann auch aus der frischen Pflanzen hergestellt werden. Die Trocknung stellt eine Form der Konservierung dar und hilft, die Kräuter zu bevorraten. Im Frühling und Sommer, wenn in Gärten und auf Wiesen alles sprießt, kann auch aus den frischen Kräutern ganz einfach ein Tee zubereitet werden. Dazu werden Pflanzenteile, wie Blätter und Blüten, etwas zerkleinert und wie gewohnt mit heißem Wasser aufgegossen.

Tee aus frischen Kräutern unterscheidet sich geschmacklich etwas von dem aus getrockneten Kräutern. Das liegt daran, dass sich durch die Trocknung die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe etwas verändern kann. Ganz besonders aromatisch und intensiver, im Vergleich zum getrockneten Kraut, schmeckt Tee aus frischen Brennnessel-Blättern. Einen Versuch ist es auf alle Fälle wert.

(2) Dranbleiben ist das Geheimnis… 

Wer gewisse Kräuter langfristig zu Heilzwecken, also als Kur, einsetzen möchte, sollte konsequent sein. Das bedeutet: 3x täglich (morgens, mittags, abends) eine Tasse über 3- 6 Wochen lang trinken.  Sehr beliebt sind Entgiftungskuren, vor allem im Frühling und Herbst, mit Kräutern wie Brennnessel, Löwenzahn und Gänseblümchen.

(3) Abwechseln nicht vergessen!  

Bei den verwendeten Kräutern sollte man für Abwechslung sorgen. Ein und dasselbe Kraut sollte nicht dauerhaft das ganze Jahr hindurch verwendet werden. Bei zu langer Verwendung können sogar leichte Vergiftungserscheinungen auftreten. Wer auf sein Lieblingskraut gar nicht verzichten möchte, sollte immer wieder mehrwöchige Pausen einlegen.

(4) Richtig ziehen lassen…   

Frisch aufgebrühten Tee sollte man immer zugedeckt ziehen lassen. Inhaltsstoffe, wie ätherische Öle, sind leicht flüchtig und neigen dazu, schnell zu verdampfen. Verwendet man allerdings einen Deckel, können die Inhaltsstoffe auf diesem kondensieren und vorm Trinken in die Tasse oder die Kanne zurückgetropft werden.