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ALPENMEDIZIN/Kräuterlexikon

Südtiroler Alpenkräuter auf 2000 Höhenmeter

23. August 2017

Bergsteigen zwischen seltenen und beliebten Heilkräuter

Wer mit offenen Augen durch den Naturpark Texelgruppe wandert, entdeckt bei jedem Schritt ein neues Heilpflänzchen oder Alpenkraut. Kein Wunder. Vor allem im südtirolerischen Meran fühlen sich Flora & Fauna im mediterranen Klima besonders wohl – so auch Arnika und Braunelle. Die eine ist selten, die andere findet man auch öfter in unsere heimischen Gärten. Was die beiden so besonders machst? Valerie erzählt es euch…

Auf natürliche Art gesund werden.

Die seltene Arnika

Wie der botanische Name Arnica montana schon verrät, ist diese wichtige Heilpflanze vor allem in den Alpen anzutreffen. Leider ist sie aufgrund ihrer intensiven Nutzung teilweise vom Aussterben bedroht und steht unter Naturschutz. Die im Sommer orangegelb blühende, aromatisch duftende Alpenpflanze sollte daher nicht wild gesammelt werden.

 

Früher wurden aus den Blüten der Arnika Tinkturen, Salben und Cremen hergestellt, die entzündungshemmend und antiseptisch wirken. Eingesetzt wurden sie bei kleinen Verletzungen, Muskel- und Gelenkbeschwerden, Schmerzen, Rheuma, Krampfadern oder Venenentzündungen. Von der innerlichen Einnahme wird bis heute abgeraten.

Die bekannte Braunelle

Die niedrig wachsende Braunelle zählt eindeutig zu den unscheinbarsten Wildkräutern. Doch bei genauerer Betrachtung hat man sich schnell in das entzückende Pflänzchen mit den schönen, violetten Lippenblüten verliebt. Zu finden ist die anspruchslose Pflanze von Mai bis Oktober fast überall, im Garten aber auch auf 2000m Höhe in den Bergen. Etwas feucht sollte der Untergrund sein, aber wenn möglich nicht im Schatten. Bei uns hauptsächlich anzutreffen sind die Große und die Kleine Braunelle, von denen Blüten und Blätter gleichermaßen verwendet werden können.

 

Betrachtet man ihr Wirkungsspektrum fragt man sich, wieso die Braunelle als Heilpflanze fast in Vergessenheit geraten ist. Im Mittelalter galt sie als die wichtigste Heilpflanze im Kampf gegen die damals gefährliche Bräune-Krankheit, auch als Diphtherie bekannt. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung der Atemwege, die heute bei uns kaum mehr Bedeutung hat, aber für die Namensgebung der Braunelle verantwortlich zeichnet.

 

Die Volksmedizin setzt die Braunelle dank der enthaltenen Inhaltsstoffe, wie Gerbstoffe, ätherische Öle und Saponine, auch heute noch bei Erkrankungen der Atemwege und auch bei sonst allerlei Beschwerden ein. Bei Halsentzündungen empfiehlt sich, mit dem Tee aus dem ganzen Kraut vorm Hinunterschlucken zu gurgeln. Frisch im Garten gepflückt machen sich Blüten und Blätter auch sehr gut im Salat. Sie unterstützen durch die enthaltenen Bitterstoffe die Verdauung.

NATURSCHUTZ:

Viele seltene Pflanzen stehen unter Naturschutz und dürfen wildwachsend nicht gesammelt werden.
Wir bitten dich daher keine Pflanzen die unter Naturschutz stehen zu pflücken.