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Alles über den Lavendel

7. August 2017

Seine Wirkung, Einsatzgebiete und Zubereitungsmöglichkeiten:

Der Lavendel zählt zu den beliebtesten und bekanntesten Garten- und Heilpflanzen. Ursprünglich stammt der blau-violette Vertreter der Lippenblütler aus dem mediterranen Raum. Wegen seiner intensiven Wirkung wurde das Heilkraut aber auch bei uns eingebürgert. Gut so! Denn auf ein Kraut, mit so zahlreichen Einsatzgebieten wie den Lavendel, wollen wir nicht verzichten…

Besonders hervorzuheben ist die beruhigende und ausgleichende Wirkung auf das Nervensystem.

Der Lavendel hilft bei allgemeiner Nervosität, Stress,
nervösen Magen- Darmbeschwerden sowie Ein- und Durchschlafschwierigkeiten.

 

Dazu wird vorm Schlafengehen am besten eine Tasse Lavendel-Tee getrunken oder ein paar Tropfen der Lavendel-Tinktur mit etwas Wasser verdünnt eingenommen. Wer den beruhigenden Duft im Schlafzimmer nicht missen möchte, kann ein Kräuterkissen gefüllt mit Lavendel ins Bett legen.

Einsatzgebiete:

Auch äußerlich gibt es für den Lavendel viele Einsatzgebiete. Sein Name leitet sich von dem lateinischen Wort „lavare“ ab, was so viel bedeutet wie „reinigen“, „waschen“. Und tatsächlich hat der Lavendel eine reinigende, desinfizierende sogar pilzhemmende Wirkung. Ein Grund weshalb Lavendel zu den Klassikern in der Hautpflege zählt und bei Hautbeschwerden aller Art, Hautunreinheiten wie Pickel und Akne, sogar bei Haut- und Nagelpilz verwendet wird.

 

Ein weiterer Grund ist die hautberuhigende und wundheilende Wirkung, welche bei Verbrennungen und Sonnenbrand Linderung verschafft. Nach einem Tag in der Sonne, wenn die Haut spannt, gibt es nichts angenehmeres als einen Lavendel-Spray der gut gekühlt aus dem Kühlschrank kommt. Ein weiteres Einsatzgebiet des Lavendels ist die Insektenabwehr. Das ätherische Öl und der Spray können helfen lästige Mücken abzuwehren und auch Motten vom Kleiderschrank fernhalten.

 

Ein Allround-Talent, das daher in keinem Kräutergarten fehlen sollte.

 

Um die Wirkung des Superkrauts das ganze Jahr über genießen zu können, empfehlen wir eine Lavendel-Tinktur zu brauen. Sie ist in nur wenigen Schritten hergestellt. Und das Beste daran? Das Brauen dauert nur 5 Minuten. 😉 Also, Hexenkessel hergerichtet!

Rezept zur Lavendel-Tinktur:

  1. Triebe mit Blüten bei Sonnenschein sammeln. Dazu am besten eine Schere verwenden.
  2. Die Blüten anschließend von den Trieben zupfen und etwas zwischen den Fingern zerreiben.
  3. Ein sauberes, verschließbares Schraubglas zu zwei Drittel mit den zerkleinerten Blüten befüllen und das Ganze mit 40%-igem Alkohol (Wodka, Korn, Schnaps, etc.) auffüllen. Gut schütteln.
  4. Etwa 4 Wochen bei Zimmertemperatur stehen lassen. Danach durch einen Filter abseihen und in kleine Flaschen umfüllen.

Kühl und dunkel gelagert hält die Lavendel- Tinktur mindestens 1 Jahr.

Einnahme: Bei Bedarf werden bis zu 3x täglich 15-20 Tropfen von der Tinktur mit etwas Wasser verdünnt eingenommen.

Achtung: Die Tinktur ist aufgrund des Alkoholgehalts nicht für Kinder geeignet.

Auf natürliche Art gesund werden.

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